Magdeburg ist eine wunderschöne Stadt mit einer spannenden Geschichte und vielen atemberaubenden Sehenswürdigkeiten. Wir stellen Ihnen die Hauptstadt von Sachsen-Anhalt näher vor und beschreiben die wichtigsten Sehenswürdigkeiten dort. Außerdem erfahren Sie, welche empfehlenswerten Attraktionen die Umgebung Magdeburgs zu bieten hat.

Magdeburg im Überblick

Magdeburg in Sachsen-Anhalt liegt an der Elbe und gehört zu den drei Oberzentren. Etwa 240.000 Einwohner leben dort. Damit ist Magdeburg die zweitgrößte Stadt des Bundeslandes. Im Ranking der größten Städte Deutschlands belegte die Stadt 2017 Platz 32. Magdeburg ist außerdem die fünftgrößte Stadt innerhalb der neuen Bundesländer.

805 wurde Magdeburg erstmalig schriftlich erwähnt. Im Jahr 968 gründete Kaiser Otto I. das Erzbistum Magdeburg. Gemeinsam mit Otto von Guericke ist er der Namensgeber der Ottostadt Magdeburg. Aufgrund des Freihandels war Magdeburg im Mittelalter von großer Bedeutung. Damals erhielt die Hansestadt auch das Stadtrecht. Im späten Mittelalter zählte Magdeburg zu den größten Städten Deutschlands und war Mittelpunkt des Widerstands gegen eine Rekatholisierung und der Reformation. Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Stadt fast komplett verwüstet. Danach wurde Magdeburg zur größten Festung im Königreich Preußen.

Die Stadt befindet sich inmitten der Elbe, Elbe-Havel sowie des Mittelkanals. In Magdeburg befindet sich ein wichtiger Binnenhafen. Außerdem ist die Stadt als Industrie- und Handelszentrum von Bedeutung. Wirtschaftlich gesehen, sind der Anlagen- und Maschinenbau, Umwelttechnologien, Gesundheitswirtschaft und Logistik wichtig für Magdeburg. Ebenso die Produktion chemischer Waren, Papier, Textilien sowie Eisen- und Stahlerzeugnisse.

Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Magdeburg

In Magdeburg gibt es viele empfehlenswerte Sehenswürdigkeiten. Wir stellen Ihnen die bekanntesten und beliebtesten vor.

Magdeburger Dom

Magdeburger Dom

Magdeburger Dom Bild von falco auf Pixabay

Der Magdeburger Dom war die erste gotische Kathedrale in Deutschland. Außerdem ist er Grabstätte des Kaisers Otto der Große, der das Heilige Römische Reich gründete. Auch seine erste Frau Editha wurde dort beigestattet. Es handelt sich um den wichtigsten Sakralbau der neuen Bundesländer. Außerdem ist der Dom die evangelische Bischofskirche in Mitteldeutschland.

Von montags bis samstags finden dort ab 14:00 Uhr öffentliche Führungen statt. An Sonntagen und kirchlichen Feiertagen werden zusätzlich um 11:30 Uhr öffentliche Führungen angeboten. Angemeldete Führungen sind im Magdeburger Dom ebenfalls möglich.

Jahrtausendturm

Im Jahrtausendturm werden alle wichtigen technischen Erfindungen ausgestellt, die 6.000 Jahre zurückreichen. Hier können Sie sich Höhlenmalereien, Faustkeile, Röntgenteleskope oder Computertomografien anschauen. Es gibt dort 250 Ausstellungsstücke und Darstellungen, die auf fünf Aufstellungsebenen verteilt sind. Die Erfindungen lassen sich auch interaktiv erleben und so besser verstehen. Der Turm hat den Beinamen „schlauster Turm der Welt“. Im 20 Meter hohen Kuppelsaal dürfen auch Veranstaltungen mit maximal 500 Personen durchgeführt werden.

Hundertwasserhaus „Grüne Zitadelle“

Hundertwasserhaus "Grüne Zitadelle"

Hundertwasserhaus „Grüne Zitadelle“ Bild von wela auf Pixabay

Bereits nach zwei Jahren Bauzeit wurde die Grüne Zitadelle Anfang Oktober 2005 fertiggestellt. Sie befindet sich am Breiten Weg und soll laut Architekt Friedensreich Hundertwasser eine „Oase für Menschlichkeit und Natur“ darstellen, die sich inmitten rationeller Häuser befindet. Dort ausgestellt sind alle architektonischen Werke von Hundertwasser. Bestaunen Sie auf den Türmen Kugeln in leuchtendem Gold oder die Blumenwiesen, die auf den Dächern des Gebäudes angeordnet sind. Das Innere der „Grünen Zitadelle“ beherbergt 55 verschiedene Wohnungen und gewerbliche Räume. Schauen Sie sich die Eventräume, Ladenlokale, das Theater und Hotel an.

Alter Markt

Mitten in der Innenstadt Magdeburgs befindet sich der Alte Markt inklusive des „Magdeburger Reiters“. Es handelt sich bei ihm um eine Bronzekopie des ersten Reiterstandbildes jenseits der nördlichen Alpen. Im Zweiten Weltkrieg wurden die wunderschönen Spätrenaissance- und Barockgebäude durch Bomben zerstört. Übrig gebliebene Fassaden wurden nach dem Krieg komplett entrümpelt. Nur die westliche Rathausfassade wurde rekonstruiert. Im nordwestlichen Teil des Alten Marktes befindet sich in der Buttergasse die Halle. Sie diente einst als Untergeschoss eines Innungshauses im Mittelalter. Heute befindet sich dort ein Eventrestaurant.

Johanniskirche

Bei der Johanniskirche handelt es sich um ein altes Kirchengebäude im gotischen Stil. Sie befindet sich im Stadtteil Altstadt. Geweiht war sie dem Evangelisten Johannes. Seit Ende des letzten Jahrhunderts wird die Johanniskirche als Konzerthalle und Festsaal in Magdeburg verwendet. Außerdem war sie zwischen Januar und Juni 2014 der Tagungsort für den Landtag von Sachsen-Anhalt.

Elbauenpark

Der Elbauenpark befindet sich in einem grünen Gürtel und dennoch in der Großstadt. Dort können Sie sich herrlich entspannen und neue Kraft tanken. Der Park ist weitläufig und lädt nach einem stressvollen Tag geradezu ein, diesen dort in Ruhe ausklingen zu lassen. Doch es handelt sich beim Elbauenpark nicht nur um einen herkömmlichen Park, sondern hier finden Sie außerdem verschiedene Attraktionen vor, die der ganzen Familie eine unbeschwerte Zeit ermöglichen.

Schiffshebewerk Rothensee

Das Schiffshebewerk Rothensee liegt im Norden von Magdeburg. Es wurde zur Überbrückung des Höhenunterschiedes gebaut, der sich zwischen dem Rothenseer Verbindungskanal und dem Mittelkanal befindet. Dieser ist die Verbindung des Magdeburger Hafens und der Elbe. Es handelt sich beim Schiffshebewerk um ein technisches Denkmal.

Kanalbrücke Magdeburg

Die Kanalbrücke Magdeburg ist 918 Meter lang und damit die größte Kanalbrücke in Europa. Sie gehört zum Wasserstraßenkreuz Magdeburg. Die längste Stützweite beträgt 106,20 Meter. Sie haben Gelegenheit, die Kanalbrücke bei Tag und Nacht zu erkunden, da sie 24/7 geöffnet hat.

Magdeburger Zoo

Der Magdeburger Zoo hält eine breite Artenvielfalt für seine Besucher bereit. Dort leben afrikanische Elefanten mit Brillenkatzen, Dunkelkusmansen, Kängurus, Mangusten, Tapiren, Ameisenbären, Zebras, verschiedenen Affenarten, Luchsen, Marabus und vielen weiteren Tierarten zusammen. In getrennten Gehegen selbstverständlich. Es sind auch Führungen oder das Feiern von Kindergeburtstagen möglich.

Gruson Gewächshäuser

Die Gruson Gewächshäuser in Magdeburg sind als tropisch-botanischer Garten angelegt und stellen das botanische Erbe von Hermann Gruson dar, der von 1821 bis 1895 in der Stadt lebte. Der Industrielle war ein passionierter Pflanzensammler. Unterstützt werden die Gewächshäuser vom Förderverein materiell, finanziell und ideell. Dort gibt es in diesem Zusammenhang zahlreiche Veranstaltungen, die inmitten der Gewächshäuser stattfinden.

Kloster Unser Lieben Frauen

Beim Kloster Unser Lieben Frauen handelt es sich um ein Kunstmuseum mit wechselnden Ausstellungen. Aktuell werden im Mai und Juni 2020 die Werke des Künstlers Michael Hofstetter ausgestellt. Dort sind Feuer, Rauch, Worte oder Neonlicht zu sehen. Beim Museum handelt es sich um das älteste, noch erhaltene Gebäude der Stadt. Das Hauptaugenmerk des Kunstmuseums liegt auf der gegenwärtigen nationalen und internationalen Kunst.

Albinmüller-Turm

Der Albinmüller-Turm gehört zu den wichtigsten Bauwerken der Stadt. Sein Namensgeber war der Architekt Professor Alwin Camillo Müller, der auch als Albinmüller bekannt war. Der Turm wurde 1927 erbaut und im Zweiten Weltkrieg beschädigt. Da auch die Instandhaltung fehlte, wurde er 2001 zunächst geschlossen. Der 61 Meter hohe Aussichtsturm wurde saniert und ab 2006 wieder geöffnet. Bis nach oben geht es wahlweise auf 252 Stufen oder mit dem Aufzug. Oben angekommen, können Sie die einmalige Aussicht bestaunen. Schauen Sie sich die historische Altstadt, die Elbe oder andere Sehenswürdigkeiten von Magdeburg in luftiger Höhe an.

Aerosol-Arena(R) im Industriegebiet „Magdeburg Rothensee“

Die Aerosol-Arena im Industriegebiet der Stadt ist eine Graffiti Hall of Fame. Das private Areal wird ehrenamtlich betrieben und unterhalten. Das ehemalige Industriegebiet, auf dem die Arena sich befindet, liegt im Industriehafen Magdeburgs. Die Flächen auf dem Areal sind legal mit Streetart und Graffiti bemalt. Zudem unterscheiden sich die Formate der Wände. Die Künstler müssen sich zunächst anmelden und dürfen dann kostenlose Rollgerüste und Leitern nutzen. Der Eisenbahnwagen in einer Gleisanlage in der Nähe der Arena darf ebenfalls bemalt werden. Zwischen Frühling und Herbst gibt es unterschiedliche kulturelle Events, die dort regelmäßig besucht werden können.

Empfehlenswerte Ziele in der Umgebung

Nicht nur in Magdeburg, sondern auch in der Umgebung der Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt gibt es viele Sehenswürdigkeiten, die Sie ebenfalls besuchen und erkunden können. Die meisten Attraktionen und Sehenswürdigkeiten machen der ganzen Familie Spaß.

Die Trogbrücke zeigt auf eindrucksvolle Art, wie sie sich über das Wasser der Elbe schlängelt. Wenn Sie gerne Radfahren, können Sie den Elberadweg entlangfahren, der parallel zur Brücke verläuft.

Der Herrenkrug Steg bietet ebenfalls die Möglichkeit zum Spazierengehen oder Radfahren.

Die Rotehornbrücke befindet sich im Bereich der alten Elbe. Hier können Sie sich an den Strand legen oder den Stadtpark besuchen.

Hubbrücke in Magdeburg

Hubbrücke in Magdeburg Bild von Pixaline auf Pixabay

Die Hubbrücke in Magdeburg wurde ursprünglich für den Eisenbahnverkehr gebaut und 1848 eröffnet. Ihre Länge beträgt 220 Meter. Sie konnte angehoben werden, wenn sich Hochwasser anbahnte. Später wurde sie für einen längeren Zeitraum gesperrt, dient aber seit 2013 als Fußgängerbrücke.

Der Harz

Wenn Sie etwas mehr Zeit haben, sollten Sie unbedingt einen Ausflug in den Harz. Mit dem Auto erreichen Sie das Mittelgebirge in einer knappen Stunde. Der Harz bietet mit seinen Wäldern und Seen zahlreiche Ausflugsziele und lädt zum Wandern ein. Ein Highlight stellen die Harzer Schmalspurbahnen dar, mit der Sie durch zauberhafte Naturlandschaft bis zum Brocken fahren können. Im Winter können Sie im Harz sogar Ski fahren.

Historische Fahrzeuge lassen sich in der Region ebenfalls bestaunen.

Schauen Sie sich den Kettendampfer Gustav Zeuner an. Er wurde 1894 gebaut und als erster Kettenschleppdampfer eingesetzt. Es handelt sich um das einzige, fast vollständig erhaltene Schiff seiner Art, das auf der Elbe genutzt wurde. Der Einsatz des Kettendampfers erfolgte zwischen 1895 und 1931. Anschauen können Sie sich diesen heute im Handelshafen von Magdeburg. Benannt wurde es nach einem deutschen Ingenieur namens Gustav Zeuner.

Fazit

Ein Kurztrip nach Magdeburg ist immer lohnenswert. Eine Vielzahl von Sehenswürdigkeiten warten auf Sie bei einem Besuch in der Stadt. Doch auch die Umgebung der Stadt bietet zahlreiche Ausflugsziele.

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